Controller vs. ausgelagerter CFO: Was wachsende Unternehmen in Dänemark tatsächlich brauchen
Controller vs. ausgelagerter CFO: Was wachsende Unternehmen in Dänemark tatsächlich brauchen
Übersicht
Die Frage nach der Finanzführung taucht meist in einer bestimmten Phase des Unternehmenswachstums auf. Der Umsatz steigt, die Mitarbeiterzahl wächst, Investoren oder der Aufsichtsrat fordern ein besseres Reporting. Und die Person, die sich seit der Gründung um die Zahlen gekümmert hat, ist weit über ihre ursprüngliche Aufgabenstellung hinaus belastet.
An diesem Punkt bieten sich üblicherweise zwei Wege an: die Einstellung eines Finanzcontrollers oder die Beauftragung eines externen CFOs. Sie klingen ähnlich, dienen aber grundverschiedenen Zwecken.
Was ein Controller tatsächlich tut
Ein Finanzcontroller ist in erster Linie für die Richtigkeit der Buchhaltung verantwortlich. Seine Aufgaben umfassen die Sicherstellung korrekter Buchführung, die fristgerechte Erstellung von Jahresabschlüssen, das Funktionieren der internen Kontrollsysteme und die Einhaltung aller Compliance-Vorgaben. In Dänemark beinhaltet dies unter anderem die Körperschaftsteuererklärung, die in der Regel sechs Monate nach Ende des Geschäftsjahres und spätestens am 1. September des Folgejahres fällig ist, die Umsatzsteuererklärung und -zahlung zu Fristen, die von der Meldehäufigkeit des Unternehmens abhängen, sowie die Einhaltung der schrittweise eingeführten digitalen Buchführungsvorschriften in Dänemark.
Die Controller sind hervorragend in ihrem Job. Ihre Rolle ist jedoch naturgemäß rückwärtsgewandt. Sie berichten, was passiert ist. Sie sind weniger geeignet, Ihnen bei der Entscheidung über das weitere Vorgehen zu helfen.
Was ein CFO anders macht
Ein CFO agiert an der Schnittstelle von Finanzen und Strategie. Er hilft dem Unternehmen, die Bedeutung der Zahlen für zukünftige Entscheidungen zu verstehen. Preisstrategie, Kapitalallokation, Finanzierungsoptionen, Akquisitionsanalyse, Szenariomodellierung und Berichterstattung an den Vorstand, die über die Gewinn- und Verlustrechnung hinausgeht – all dies sind Aufgaben eines CFOs, nicht eines Controllers.
Für ein expandierendes Unternehmen in Dänemark oder den übrigen nordischen Ländern ist es oft genau diese Art von strategischer Finanzunterstützung, die den Unterschied zwischen Unternehmen, die zielgerichtet wachsen, und solchen ausmacht, die zufällig wachsen und die strukturellen Probleme erst später entdecken.
Warum sich die meisten KMU das eine, aber nicht das andere leisten können
Die Einstellung eines CFOs in Vollzeit in Kopenhagen oder Aarhus mit der erforderlichen Erfahrung ist kostspielig. Die Gehaltsvorstellungen für erfahrene CFOs in wachsenden mittelständischen Unternehmen in Dänemark spiegeln die hohen Lohnkosten und den wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt des Landes wider. Für ein KMU, das die Expertise eines CFOs nur etwa 15 bis 20 Stunden im Monat benötigt, ist die Einstellung eines Vollzeit-CFOs eine teure Lösung.
Eine ausgelagerte CFO-Lösung bietet hierfür eine direkte Antwort. Das Unternehmen erhält strategische Finanzexpertise projekt- oder teilzeitbezogen zu Kosten, die sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten und nicht nach den Kosten einer Vollzeitkraft. In Kombination mit der Unterstützung durch einen Controller in den Bereichen Compliance und Reporting bietet dieses Modell wachsenden Unternehmen eine nahezu vollständige Finanzfunktion ohne den damit verbundenen hohen Aufwand.
Die nordische Dimension
Unternehmen, die in den nordischen Ländern tätig sind, stehen vor besonderen Herausforderungen. Der dänische Körperschaftsteuersatz beträgt 22 %. Ab dem Veranlagungsjahr 2025 sind Unternehmen mit grenzüberschreitenden kontrollierten Transaktionen unter 5 Millionen DKK nicht mehr von der Dokumentationspflicht für Verrechnungspreise befreit. Für Unternehmen, deren kontrollierte Transaktionen weiterhin unter die Dokumentationspflicht fallen, bleibt diese jedoch bestehen. Die dänischen Steuerbehörden müssen in der Regel bis zum 1. Mai eine Mitteilung versenden und die Veranlagung bis zum 1. August des sechsten Jahres nach Ende des Veranlagungsjahres vornehmen.
Diese Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Blick zu behalten, übersteigt die Kapazitäten der meisten Managementteams neben dem Tagesgeschäft. Ein ausgelagertes Finanzmodell, das sowohl operative als auch strategische Kompetenzen umfasst, ist oft die praktikabelste Lösung.
Die richtige Frage, die man stellen sollte
Anstatt die Wahl zwischen Controller und CFO zu stellen, ist die Frage sinnvoller: Was benötigt das Unternehmen in den nächsten zwölf bis vierundzwanzig Monaten tatsächlich? Stehen Genauigkeit und Compliance im Vordergrund, ist ein Controller wahrscheinlich die richtige Besetzung. Befindet sich das Unternehmen jedoch in einer Phase tiefgreifender Veränderungen – sei es eine Finanzierungsrunde, eine Marktexpansion oder eine strategische Neuausrichtung –, gewinnt die Expertise eines CFOs an Bedeutung. Für viele wachsende Unternehmen in den nordischen Ländern ist ein Outsourcing-Modell, das beide Bereiche abdeckt, der effizienteste Weg.
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